Die Zauberflöte - erfolgreiches Gastspiel des Theaters Hildesheim am Goetheanum in Dornach (Schweiz) - Wiederaufnahme 18./19./20. November 2016


Das Making of "Die Zauberflöte in Dornach"


"Tosender Applaus und Bravorufe konnten Solisten, Dirigent, Chor und Musiker auch nach der zweiten Aufführung am Sonntagnachmittag aus dem vollbesetzten Grossen Saal des Goetheanums entgegennehmen. Tatsächlich ist die Inszenierung musikalisch untadelig, auch wenn Bühne und Dramaturgie aufgrund der Betonung der Vertikalen und der sparsam eingesetzten Bewegungen etwas Statisches an sich haben. Einleuchtend ist die Trennung der Sphäre der Eingeweihten und der vordergründigen Märchenwelt Papagenos durch halbtransparente Vorhänge. Die Kostüme orientieren sich an der Gegenwart und die Freimaurerinsignien werden offen eingesetzt. Einige Regieeinfälle sind so witzig, dass auch Mozart seine Freude daran gehabt hätte."

 

Wochenblatt für das Birseck und Dorneck, 24.09.2015, Thomas Brunnschweiler


Besetzung

Sarastro - Alfred Muff
Tamino - Konstantinos Klironomos
Sprecher - Alexander von Glenck
1. Priester- Daniel Käsmann
2. Priester - Uwe Tobias Hieronimi
Königin der Nacht - Martina Nawrath
Pamina - Arantza Ezenarro
1. Dame - Isabell Bringmann
2. Dame - Neele Kramer
3. Dame - Theresa Hoffmann
3 Knaben - Zürcher Sängerknaben (Alejandro Mariño, James Piller, Sebastian Zimmermann)
Papageno - Timothy Sharp
Papagena - Teresa Tièschky
Monostatos - Jan Kristof Schliep
1. Geharnischter - Daniel Käsmann
2. Geharnischter - Uwe Tobias Hieronimi
Statisterie - Clara Mestrinel, Romana Ramer, Danilo Torrie
Studienchor Leimental
Da Vinci Symphonic Orchestra

Vorstellungen

Freitag 18.11.2016 | Beginn  19:00 Uhr

Samstag 19.11.2016 | Beginn  18:00 Uhr

Sonntag 20.11.2016 | Beginn  16:00 Uhr 

 

Oper von Wolfgang Amadeus Mozart. Gastspiel des Theater für Niedersachsen Hildesheim - TfNZürcher SängerknabenDa Vinci Symphonic OrchestraStudienchor Leimental
Eintritt: 1. Kategorie: 110 CHF, ermässigt 80 CHF; 2. Kategorie: 95 CHF, ermässigt 70 CHF; 3. Kategorie: 85 CHF, ermässigt 63 CHF; 4. Kategorie: 75 CHF ermässigt 56 CHF; 5. Kategorie: 65 CHF, ermässigt 49 CHF

Sonderperise für Kinder: 35/30/28/25/20 CHF

 

Saalplan als PDF

 


Mozarts Zauberflöte - ein Mysterium

„Mozarts größtes Werk bleibt DIE ZAUBERFLÖTE“. Der dies sagte, war kein Geringerer als Ludwig van Beethoven. Solche Urteile (wie auch das Richard Wagners) muss man einigen Opern- und Klassikliebhabern in Erinnerung rufen, die Mozarts letzter Oper ihre ungeheure Popularität zum Vorwurf machen. Richtig ist, dass Mozart die Oper 1791 im Auftrag des Wiener Vorstadt-Theaterdirektors Emanuel Schikaneder komponierte, der auch das Textbuch selbst beisteuerte – mit dem Ziel, einen großen Kassenerfolg zu erzielen. Die Uraufführung wurde tatsächlich zum Triumph und noch heute ist DIE ZAUBERFLÖTE die populärste Oper, die je in deutscher Sprache komponiert wurde. Wenn man sie aber auf diese Popularität reduziert, tut man ihr Unrecht. Mozarts letztes Bühnenwerk ist sein musikalisches und geistiges Vermächtnis, die vollkommene Verschmelzung vieler höchst unterschiedlicher Ebenen und Stile, von der Hanswurst-Posse um Papageno bis hin zu den Initiationsritualen der Freimaurer, die sowohl Mozart als auch Schikaneder als Logenbrüder sehr gut kannten. Es ist ein großes Welttheater, welches das irdische Leben in seiner Komplexität und Vielschichtigkeit vorführt wie kaum ein anderes Werk des Musiktheaters. Jeder kann darin das finden, was ihn bewegt. Beethoven fand zum Beispiel in der ZAUBERFLÖTE den universalen Menschheitsbegriff, der ihn nicht nur musikalisch fesselte. In Mozarts Finalchor des 1. Aktes klingen textliche und musikalische Elemente von Beethovens Schlusschören im „Fidelio“ und in der Neunten Sinfonie schon deutlich durch. Und in dieser Oper fand Beethoven auch ein Vorbild für seine Retterin Leonore: Pamina. Zwar fußt das Textbuch noch deutlich auf dem Orpheus-Mythos, bei dem der Gatte die Gattin erretten will, dennoch wird bei Mozart die zu Rettende am Ende zur Retterin: „Ich selbsten führe dich“, singt Pamina unmittelbar vor der Feuer- und Wasserprobe zu Tamino und führt diese Szene tatsächlich auch musikalisch an. Aber auch die negative Gegenfigur des Pizarro fand Beethoven in der ZAUBERFLÖTE vorfiguriert, und zwar in der Königin der Nacht: Beide Rache-Arien stehen in d-Moll und haben Oktavsprünge abwärts als Zeichen ihres emotionalen Ausnahmezustands gemeinsam. Auch bei Beethoven triumphieren am Ende die Strahlen der Sonne über die Nacht, ist sein Prinzip „Durch Nacht zum Licht“ bereits in der ZAUBERFLÖTE angelegt.


Alfred Muff (Bass-Bariton)

Alfred Muff gehört zu den gefragtesten Vertretern seines Faches und ist regelmässiger Gast in den bekanntesten Opernhäusern und Konzertsälen der Welt. Der in Luzern geborene Sänger studierte zunächst am Konservatorium seiner Heimatstadt und später an der Musikhochschule Berlin.

Wichtige Stationen seiner Karriere umfassen Engagements an der Mailänder Scala, der Wiener Staatsoper, der Bayerischen Staatsoper, der Hamburgischen Staatsoper, der Dresdner Staatsoper, der Deutschen Oper Berlin, der Staatsoper unter den Linden, Berlin, der Kölner Oper, der Opéra de Paris, der Bastille, Paris, der San Francisco Opera, dem Teatro del Liceu, Barcelona, dem Teatro Colon, Buenos Aires, NHK Tokyo, RAI Torino sowie an den Festivals von Taormina, Aix- en-Provence und an den Wiener Festwochen. Bei den Salzburger Festspielen 2003 hat er in der umjubelten Uraufführung von Henzes L’UPUPA die Rolle der „Alte Mann“ gesungen. Ebenfalls ist er bei den Erstaufführung in Spanien, Madrid, sowie in Frankreich, Lyon in dieser Rolle aufgetreten. Die 2012 erfolgreiche Inszenierung von Bernd Alois Zimmermanns SOLDATEN in Salzburg steht 2014 in Mailand auf dem Spielplan wo er wiederum den Wesener singt.